
Die Zweitbatterie
Hinweis: Das Verlegen der Kabel sowie die anstehenden Arbeiten müssen sorgfältig erfolgen, denn Fehler können
zu einem Kabelbrand und letztendlich zum Fahrzeugbrand führen. Wer die Beschreibung und den Schaltplan nicht wirklich versteht, sollte das lieber von einem Fachmann durchführen lassen. Der 1. VW Club Flying-Wob's-Trier e.V. übernimmt keine Haftung für eventuell entstehende Schäden durch die Verwendung der abgedruckten Beschreibung!!!!!!!
Das Prinzip der Zweitbatterie ist folgendes: Autoradio, Carhifi, Innenbeleuchtung etc.werden an einem getrennten Stromkreis betrieben, der von einer Zweitbatterie gespeist wird. Dadurch wird erreicht, daß bei längeren Standzeiten, kein Strom aus der
eigentlichen Fahrzeugbatterie entnommen wird, und das Fahrzeug somit auch nach längeren Standzeiten noch anspringt. Wenn der Motor läuft, sind Startbatterie und Zweitbatterie parallel geschaltet und werden durch die Lichtmaschine geladen. Wenn der Motor nicht läuft, dann sind beide Batterien getrennt. (Bewirkt wird das durch ein Trennrelais.) Die Zu- und Abschaltung erfolgt durch den Schaltkontakt des Trennrelais.Ihr braucht für den Umbau folgendes Material:
Eine zweite Batterie
Batteriehalter
Trennrelais (min. 30A)
Kabel
Als Trennrelais kann man ein handelsübliches Arbeitsstromrelais verwenden, (z.B. Bosch 0332014151). Auch ein Relais für das Abblendlicht eignet sich ideal . Je mehr Schaltleistung das Relais hat, desto besser. 30A Schaltleistung sind aber das Minimum. Der Minuspol der Zweitbatterie wird mit der Masse verbunden. Der Pluspol von Start- und Zweitbatterie werden jeweils an einem Ende des Schaltteils vom Trennrelais angeschlossen, (die Klemmen sind oft mit "30" und "87" gekennzeichnet). Gesteuert wird das Relais vom Anschluß D+ der Lichtmaschine (i. d. R. blaues Kabel), welche die Ladekontrollleuchte am Armaturenbrett steuert. Wenn der Motor läuft und die Lichtmaschine Strom erzeugt, liegen 12V an diesem Anschluß, der das Trennrelais gegen Masse steuert. Der eine Anschluß des Steuerteiles des Relais wird also an D+ der Lichtmaschine der andere an Masse angeschlossen (der Steuerteil des Relais ist mit "85" und "86" gekennzeichnet).
Zur Befestigung der Zweitbatterie empfiehlt sich der original Batteriehalter von VW. Gehen wir davon aus, daß das Trennrelais bei der Zweitbatterie verstaut wird. Natürlich kann das Trennrelais auch an jeder anderen geeigneten Stelle im Auto untergebracht werden. Es sind zwei Leitungen vom Motorraum zur Zweitbatterie nötig: Ein dünnes von D+ und ein rotes Kabel mit mindestens 6 mm² Querschnitt vom Pluspol der Startbatterie. Ein größerer Querschnitt schadet nicht! D+ kann man aber auch an der Armaturentafel anklemmen, schließlich führt die Leitung zur Kontrolleuchte dorthin (D+ wird übrigens auch als Klemme "61" bezeichnet). Es muß der entsprechende Gummistopfen in der Spritzwand durchbohrt werden und die Kabel dann dadurch gesteckt werden. Der Gummistopfen muß durchbohrt werden, damit das Kabel nicht am Blechrand scheuert; Also nicht nur den Stopfen einfach entfernt. Das gleiche gilt auch für die weiter Verlegung der Kabel; sie dürfen nirgendwo scheuern!!!! Außerdem empfiehlt es sich ein Schutzrohr zu verwenden. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann an beiden Enden des roten Kabels fliegende Sicherungen anbringen (30 A sollten angemessen sein).
Die Kabel zuerst in ausreichender Länge verlegen, ohne irgend etwas anzuschließen. Dann werden auf die Kabelenden die passendenKabelschuhe gequetscht und mit entsprechend isoliert. Die Anschlüsse der Zweitbatterie werden am besten mit abgedeckten Batteriepolklemmen versehen. Nachdem die Massekelmme der Startbatterie abgetrennt wurde, kann damit begonnen werden, die verlegten Leitungen an die Batterien und das Relais anzuschließen. Die Nummern im Schaltplan geben Aufschluß über die Reihenfolge, die dabei eingehalten werden sollte (die Anschlüsse ohne Nummern wurden zuvor angeschlossen). Nachdem alles noch einmal ganz genau kontrolliert wurde, wird zuerst der Minuspol der Zweitbatterie und erst ganz zum Schluß der Minuspol der Startbatterie angeschlossen. Ob alles richtig gemacht wurde, enthüllt der folgende Test:
Bei abgeschaltetem Motor und ausgeschalteten Verbrauchern, darf kein Strom in die Zweitbatterie fließen (mit geeignetem Gerät messen).
Man kann auch die Spannungen der beiden Batterien messen, normalerweise unterscheiden die sich. Wenn sich die Spannungen nicht unterscheiden bei der Prüfung einen Verbraucher (z.B. Standlicht) einschalten, spätestens dann müssen sie sich unterscheiden. Wenn die Spannungen auch beim Zuschalten von Verbrauchern gleich bleiben, sind beide Batterien verbunden, dann liegt ein Fehler vor. Vermutlich falsches Relais (Öffner anstatt Schließer).
Wenn man den Motor startet, sollte gleichzeitig mit erlöschen der Ladekontrolleuchte das Relais klicken (manche Relais klicken sehr leise). Wenn die Ladekontrolleuchte nicht erlischt, ist etwas mit der Verbindung D+ zum Relais nicht richtig angeschlossen.
Bei laufendem Motor sollte Strom in die Zweitbatterie und in die Startbatterie fließen. Wieder wird mit die Spannung gemessen. In diesem Betriebszustand wird an beiden Batterien die Ladespannung der Lichtmaschine gemessen, normalerweise ca. 13,8V. Diese Spannungen dürfen sich an beiden Batterien nicht unterscheiden
Schaltplan
